Zucker
Geht es auch ohne?

„Glukose ist für alle Organismen auf diesem Planeten die bevorzugte Energiequelle.“
(Dr. Robert Lustig: „Die bittere Wahrheit über Zucker“, riva Verlag, München, 2017, 2. Auflage, S. 130)
Es hat seinen guten Grund, dass wir Zucker lieben. Ist er doch der Stoff, der uns schnell und effektiv Energie zur Verfügung stellt. Ohne große Umwege wandelt der Körper Zucker in Energie um. Unser Körper braucht Energie. Er macht uns handlungsfähig. Für unsere Aktivitäten, ob Gehen, Denken oder dem Herzschlag und dem Augenaufschlag braucht unser Körper Energie. Unser Stoffwechsel braucht Energie für all seine ablaufenden Prozesse, die uns Gesundheit, Leben und Vitalität schenken.
Muttermilch ist süß und so werden wir, sobald wir unsere erste Nahrung aufnehmen, an den süßen Geschmack gewöhnt.
Doch wenn Zucker so wichtig ist, warum wird er dann heutzutage oftmals so verteufelt?
Zuckersüßes Leben
Die meisten Menschen haben kaum Schwierigkeiten beim Umstellen auf vegetarische Nahrung, doch der Verzicht auf raffinierte Kohlenhydrate ist für sie die Hölle. Ich weiß, wie hart es ist, kein Brot, keinen Zucker und keinen Käse mehr zu essen. Aber glaub mir: Die Mühe lohnt sich.“
(Markus Rotkranz: „Heile dich selbst“, Hans-Nietsch-Verlag, S. 53)
Mit dem Zucker ist es wie mit vielen Angelegenheiten im Leben. Was dem einen oder einer Sache nutzt, kann jemand anderen oder einer anderen Sache schaden.
Helene frage mich neulich, warum kann der Zucker meine Zähne und Knochen nicht genauso konservieren und haltbarer machen, wie es der Zucker mit Nahrungsmitteln tut. Ihre Urgroßmutter verwendete sogar Zucker zum Einkochen der Birnen, damit sie länger haltbar bleiben. Und ihre Ururgroßmutter lockte immer die Würmer aus den Süßkirschen, bevor sie sie weiterverarbeitet hat, erzählte ich ihr. Zucker ist doch so nützlich und gut, oder etwas nicht?
Wir lieben Zucker. Und die Hersteller von Nahrungsmitteln wissen das. Das meiste, was wir essen, beziehen wir aus Lebensmittelgeschäften. Es sind Nahrungsmittel, die industriell hergestellt werden. Und während dieses Prozesses, passiert sehr viel mit dem ursprünglichen Lebensmittel und was am Ende dieses Prozesses herauskommt, ist dann nicht mehr so, dass unser Organismus trotz aller Bemühungen so umgehen kann, dass die Gesundheit langfristig erhalten werden kann.
Die Lebensmittelindustrie spart nicht mit Zucker. Schoko- und Müsliriegel sind oft extrem süß, überzuckerte und stark aromatisierte Softdrinks sind oft billiger als Wasser, Brot wird haltbarer und täuscht länger Frische vor, Kekse werden mit Zucker schön knusprig, Eis lecker cremig, Joghurt ist mit Zucker einfach mundiger. Frühstückscerealien ohne Zucker, wer will die schon und der Geschmack von Karamell ist doch köstlich! Zucker fehlt nicht in Wurst, nicht in vielen Milchprodukten, nicht in Salatsaucen, nicht in Konserven und schon gar nicht in zuckersüßen Gummibärchen. Doch das alles ist Zucker, der mittels Raffination hergestellt wurde. Er ist nicht mehr in das natürliche Lebensmittel eingebettet, wie es die Natur bereitgestellt hat.
Zucker berührt unsere Geschmacksnerven mit Wonne, bringt Prozesse in uns in Gang, die bewirken einfach die Lust auf mehr und mehr Zucker. Schon in unseren Augen, die mit dem Gehirn verbunden sind, ist doch etwas Merkwürdiges, dass schon die Verpackung mit dem Bildchen von Schoko-Cookies in vielen was zum Schwingen bringt, so dass die Verpackung fast wie von allein in den Einkaufskorb schwingt. Man glaubt es kaum, doch schon hier können die ersten Endorphine, die uns so glücklich machen, ausgeschüttet werden. Man hat zwar noch keinen Bissen in das Cookie getan, aber man ist seiner schon sicher. Natürlich hat kaum jemand Appetit, sich Esslöffelweise den weißen Zucker aus der Tüte einzuverleiben. Es hat ja auch kaum jemand Appetit, einen Esslöffel Kakaopulver oder Mehl zu essen, doch die Tafel Schokolade oder die Waffel wird mit Lust oder sogar mit Gier verspeist. Die Produktgestaltung muss schon so sein, dass sie alles enthält, dass die Kauf- und Verzehrlust fördert, unseren Gaumen kitzeln lässt. Und die Industrie weiß, wie das geht.
Zucker zeigt sich kaum direkt. Er kommt mit unzähligen und unüberschaubaren Namen und Gewändern daher und er schmeckt halt verdammt gut.
Zucker wirkt!
„Der natürliche Zucker in vollwertiger Nahrung ist keineswegs bedenklich, wie manchmal behauptet wird, sondern wirkt wie ein kühlender Lufthauch bei elektrischer Überhitzung. Er wirkt auch als eine Art Schutzfilm für das Hirngewebe.“
(Antony William: „Medical Food“, Arkana-Verlag, München, 7. Auflage, 2017, S. 58)
Zucker kann so vieles bewirken! Das wäre dann der andere, gegenteilige Effekt! Er kann unser Zähne zerstören, unsere Leber verfetten, unser Bauchfett wachsen lassen, unser Gewebe sauer machen, Entzündungen schüren, unsere Gelenke zerstören, unser Immunsystem schwächen, uns Diabetes bescheren, unsere Haut schädigen, den Alterungsprozess beschleunigen, Viren in uns Feste tanzen lassen, Herz-Kreislauf-Krankheiten unterstützen, unsere Nieren überlasten, uns fettleibig machen, ADHS hervorbringen, um einige Auswirkungen zu nennen. Ja und Krebszellen lieben und verschlingen Zucker in einem Tempo und in Mengen, da kommt keine gesunde Zelle mit. Braucht der Körper am Ende den Krebs, damit jemand da ist, der mit den Unmengen Zucker umgehen kann, die täglich konsumiert werden, an die unser Stoffwechsel absolut nicht angepasst ist? Zwingen wir die Zelle, in ein uraltes Programm zu verfallen, in dem sie am Ende auch ohne Sauerstoff gut leben kann, indem sie von Verbrennung auf Gärung umschaltet? Denn das tut die Krebszelle! Sie vergärt mit Wonne große Zuckermengen und lässt als Nebenprodukt jede Menge Milchsäure entstehen. Sie schafft sich so in ihrem Umfeld immer bessere Bedingungen für ihr Wachstum bis sie irgendwann mit ihrem Wirt gemeinsam zu Grunde geht.
Kurz gesagt, unser Stoffwechsel kann mit Industriezucker entgleisen. Als Folge kann es zu unzähligen Störungen im Organismus kommen, Krankheiten entstehen, die die unterschiedlichsten Namen erhalten wie letztendlich auch Zucker sie hat.
Zucker – Bakterien- und Virenfutter
„Zucker gehört zum Schädlichsten, was wir haben. Der einzige Unterschied zwischen Kokain und Zucker ist die Geschwindigkeit, mit der sie sich ins Grab bringen. Zucker ist ein Mineralstoffräuber und entzieht deinen Knochen Kalzium.“… „Was allerdings noch schlimmer ist. Zucker ist ein echter Turboantrieb für sämtliche andere Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Parasiten, Pilze, Schimmel, Hefepilze und so weiter. Alles, was wächst und gedeiht, tut dies mit Zucker schneller – Krebszellen eingeschlossen.“… „Zucker löst in allen Körperzellen entzündliche Vorgänge aus.“
(Marcus Rotkranz: „Heile dich selbst“, Hans-Nietsch-Verlag, S. 52/53)
Ist doch verrückt, dass sich Bakterien nicht am Leben halten können, wenn bei der Lebensmittelverarbeitung Zucker eingesetzt wird und andererseits, sich Bakterien schon nach dem ersten Bissen in den Schokoriegel an ihm satt fressen und sich vermehren können.
Zeigt es doch, dass entscheidend dafür, wie etwas auf etwas wirkt, immer der Zusammenhang ist. Sicher ist auch, dass Laborversuche nicht so einfach auf Menschen übertragbar sind. Bakterien brauchen bestimmte Bedingungen um zu leben und dazu gehört auch Wasser. Zucker hat die Eigenschaft, wie auch Salz, Wasser an sich zu binden, und damit wird den Bakterien eine Lebensgrundlage entzogen. Wir wissen ja, dass Salz ebenfalls als Konservierungsmittel eingesetzt wird.
Und im Mund finden Bakterien mit Zucker wunderbare Bedingungen, sich zu ernähren. Als Nebeneffekt produzieren sie während ihres Stoffwechsels jede Menge Säuren und die sind es, die unsere Zähne angreifen und die Löcher in die Zähne bohren. Das alkalische Mundmilieu wird somit flugs in ein saures verwandelt. An den Zähnen bekommen wir das Übel schneller mit als an Knochen und Eingeweiden, wo die Folgen des hohen Zuckerkonsums ihre Spuren hinterlassen.
Wachstum mit Zucker
Die Spuren, die der hohe Einsatz von Zucker in der Nahrungsmittelindustrie hinterlässt, sind andere. Das Ergebnis dieser Verschwendung ist der effektive, gewinnbringende Einsatz von Rohstoffen, was in dem Fall die Lebensmittel sind, die mit einem maximalen Gewinn verkauft werden können. Der Grundsatz jedes Unternehmens ist nun mal, mit minimalen Kosten, den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. Und der Gewinn wächst mit Zucker!
Wir bezahlen viel Geld für den industriell hergestellten Zucker und dann zerstört er auch noch langsam aber sicher unsere Gesundheit.
Andererseits funktioniert unser Organismus nicht ohne Zucker. Alles Lebendige wächst und gedeiht mit Zucker! Mit Zucker kann man viele Prozesse in Gang bringen. Fast jede Hausfrau oder auch jeder Hausmann kennt das, wenn das Hefestück für einen Hefeteig angesetzt wird. Das Hefestück wird größer und größer. Wir können das Wachstum beobachten.
Pflanzen produzieren Zucker und versorgen sich damit. Zucker ist für viele Pflanzen und Tiere wichtig und Lebensgrundlage.
Zucker aktiviert das Belohnungszentrum in unserem Gehirn, wie andere Suchtmittel auch, dass wir am liebsten immer wieder nach ihm greifen, natürlich schön und unsichtbar verpackt in dem, was täglich gegessen wird. Oft genug ist der Zucker auch noch mit raffiniertem Getreide, mit Theobromin aus der Kakaobohne oder mit Koffein aus der Kaffeebohne verpackt. Alle enthalten Suchtstoffe! Unser Körper verlangt nach Zucker und gleichzeitig kann er so viele schädliche Prozesse in Gang bringen.
Welch ein Paradox, dem wir da ausgeliefert sind! Was stimmt da nur nicht? Denn:
Zucker ist der Treibstoff allen Lebens!
Wir brauchen Zucker, um zu leben!
Zucker ist der Energielieferant.
Mit Zucker erhalten wir schnell verfügbare Energie!
Unser Gehirn verschlingt große Mengen Zucker!
Zucker macht uns glücklich!
Zucker kommt in verschiedenen Gewändern daher!
Zucker hat viele Gesichter
„Die globale Ernährung mit industriell verarbeiteten Lebensmitteln, die voller Zucker stecken, wirkt sich eindeutig negativ auf die Stoffwechselgesundheit ganzer Länder aus. Unabhängig von Adipositas.“
(Dr. Robert Lustig: „Die bittere Wahrheit über Zucker“, riva Verlag, München, 2017, 2. Auflage, S. 164)
Bei dem Zucker, um den es in meinen vorangestellten Ausführungen geht, handelt es sich um Industriezucker, der mit Hilfe des Raffinierens hergestellt wurde. Es geht um den Zucker, der aus Pflanzen gewonnen wird und zu einem Teil aus Glukose (Traubenzucker) und zum anderen aus Fruktose (Fruchtzucker) besteht. Er ist aus zwei verschiedenen Zuckermolekülen zusammengesetzt und wird deshalb Disaccharid (Zweifachzucker) genannt. Es ist unser ganz normaler Haushaltszucker, die Saccharose. Dafür wird der Zucker mit Hilfe chemischer und technischer Hilfsmittel aus der Pflanze extrahiert, bearbeitet und anschließend anderen Lebensmitteln während der Produktherstellung zugesetzt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wie raffiniert!
Die Saccharose, der weißer Zucker fehlt in keinem Haushalt, wo sich ganz „normal“ ernährt wird. Industriell werden auch andere Zuckerarten hergestellt wie beispielsweise der von der Lebensmittel verarbeitenden Industrie immer beliebter werdende Glukose-Fruktose-Sirup und der High-Fruktose-Sirup. Er zeichnet sich mit besonders hoher Süßkraft aus, da der Anteil von Fruktose im Verhältnis zum Anteil von Glukose besonders hoch ist. Diese Fruchtsirupe erfreuen sich in der Industrie immer größerer Beliebtheit. Der Industrie geht es schließlich nicht um unsere Gesundheit, sondern um Effektivität und Gewinn. Dafür versucht sie Produkte herzustellen, die dem Gaumen schmeicheln.
Andere Namen für Industriezucker sind beispielsweise: Dextrose, Galaktose, Gerstenmalz, Glukosesirup, Invertzucker, Isoglukose, Maltodextrin, Saccharose, um nur einige zu nennen. Es lohnt sich, beim Kauf auf die Zutatenliste zu schauen. Je weiter vorne eine Zutat steht, desto höher ist ihr Anteil im Produkt. Kaufen Sie bewusst und schauend ein!
Isoglukose beispielsweise, bei der es sich um den High-Fructose-Corn-Sirup (Maissirup mit hohem Fruktoseanteil) handelt, wird bei der Industrie immer beliebter und damit nimmt der Einsatz zu. Sie wirkt sich noch problematischer aus als Saccharose, auch wenn sie wie diese aus Fruktose und Glukose besteht. Doch bei Saccharose besteht zwischen beiden ein Verbund, der bei der Isoglukose nicht gegeben ist. Damit kann die Glukose noch schneller ins Blut wandern und den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben. Wenn etwas schnell hoch geht, kann etwas auch schnell fallen. Die Schaukelbewegungen zwischen hohen und niedrigen Blutzucker können chronische Ausmaße annehmen und viele Probleme verursachen. Doch das ist keine Befürwortung für Saccarose in Fertigprodukten, denn beide können bei Überdosis die Gesundheit zerstören. Diese ist schnell erreicht mit dem täglichen Konsum von dem Vitalstoffräuber Zucker.
Auch wenn unser Körper Zucker braucht, damit er Energie bekommt, um die notwendigen Stoffwechselprozesse für Gesundheit und Lebenserhaltung meistern zu können, ist er dafür nicht direkt auf Zucker angewiesen, wie ihn gezuckerte Produkte liefern. Er funktioniert nämlich wie eine hochsensible, intelligente Chemiefabrik mit einem Unterschied: Ein Körper ist ein lebendiges Wesen und deshalb auf lebendige Nahrung angewiesen.
„Angenommen, man würde keimfähige Körner, z.B. Weizen, chemisch analysieren, so würde man einen bestimmten Gehalt an Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett, Wasser, Vitaminen, Mineralien und andere Substanzen vorfinden. Setzt man nun den Weizen einer geringen Dosis radioaktiver Strahlen oder künstlicher Mikrowellen aus, so kann man bei anschließender nochmaliger Analyse feststellen, dass sich nichts geändert hat. Die Körner weisen den gleichen Gehalt an Kohlenhydraten, Wasser, Eiweiß, Fett, Vitaminen etc. auf wie unbestrahlte Körner.
Versucht man aber nun, den bestrahlten Weizen keimen zu lassen, so funktioniert das nicht mehr.“
(Christian Opitz: „Ernährung für Mensch und Erde“, Hans-Nietsch-Verlag, Waldfeucht, 1995, S. 64)
Zucker und Stoffwechsel
Da komme ist gleich zu einem Problem, das mittlerweile nicht nur viele Erwachsene und insbesondere Ältere betrifft, sondern auch immer jüngere Menschen und leider auch Kinder – Insulinresistenz! Zucker, wenn er konsumiert wird, benötigt zusätzliche Stoffe, um zu dem verarbeitet zu werden, was nötig ist, zu Energie. Dabei sollte dieser Prozess so reibungslos und effektiv wie möglich vonstattengehen, ohne als Nebenprodukt viel Schaden anzurichten. Die Abläufe finden über die Verdauung statt. Bereits, wenn der Zucker im Mund ankommt und von keinen Vitalstoffen, wie Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen begleitet wird, beginnen sich Bakterien schamlos darüber herzumachen, denn schützende Stoffe fehlen. Wenn der Zucker den Magen passiert hat, gelangt er in den Dünndarm. Dort findet die Zerlegung in die Einfachzucker Glukose und Fruktose statt. Der Prozess wird von Enzymen unterstützt. Sämtliche biochemische Prozesse laufen mit Enzymen und anderen Vitalstoffen ab. So ist eine enzymreiche, vitalstoffreiche und ballaststoffreiche Nahrung optimal, damit der Körper in seiner Arbeit unterstützt wird und nicht bis zur Erschöpfung allein die Last tragen muss. Natürliche Lebensmittel, die noch im Vollbesitz ihrer wertvollen und notwendigen Bestandteile sind, damit das Nahrungsmittel nutzbringend und optimal verdaut und verwertet werden kann, verhindern auch die schädliche Wirkung von Zucker. Doch ein Donut oder ein Croissant liefern Energie für einen Moment und bringen ein kleines High-Gefühl, doch das war es auch schon. Gutes Zellenfutter war es nicht und auch kein gutes für das Mikrobiom. Während die Glukose resorbiert wird, beginnt der Blutzucker zu steigen, die Bauchspeicheldrüse beginnt das Hormon Insulin abzugeben, das zuvor in den Betazellen der Langerhans-Inseln produziert wurde. Glukose kann ohne Insulin nicht an Ihrem Zielort, den Zellen ankommen und in Energie umgewandelt werden. Insulin ist praktisch der Schlüssel, der das Schloss zur Zelle öffnet und ihn einschleust. Nun haben die Mitochondrien, was zu tun. Unter Einfluss von Sauerstoff wird die Glukose hier verbrannt und zu Energie transformiert. Die Speicherform von Energie in der Zelle nennt sich Adenosintriphospaht (ATP). Diese steht nun je nach Bedarf für Stoffwechselprozesse zur Verfügung. Ob Zellatmung, Sauerstoffversorgung, Wachstum, Transport, Verdauungsprozesse – alle katabolischen (abbauenden) und anabolischen (aufbauenden) Prozesse benötigen ATP. Die lebendige Chemiefabrik kommt ohne ATP zum Stillstand.
Unser Organismus ist wie wir wissen schlau und sorgt gerne für Notzeiten vor. So ist auch ein leichter Überschuss an Glukose kein Problem, sondern nützlich. Die Überschüsse werden von Leber- und Muskelzellen in Glykogen umgewandelt. Wenn Notzeiten eintreten, der Blutzuckerspiegel zu schnell und weit sinkt, Energiebedarf besteht, kann Glykogen durch den Prozess der Gluconeogenese in Glukose umgewandelt werden, in den Mitochondrien Energie produziert werden und zur Verfügung stehen.
Das Signal dafür erhält sie von dem Gegenspieler des Insulins, des Glucagons. Das Hormon wird ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse, allerdings von den Alpha-Zellen in den Langerhans-Inseln produziert. Insulin und Glucagon sind bemüht, für einen stabilen Blutzucker zu sorgen, damit keine Entgleisungen und dauerhaft große Schwankungen im Blut entstehen.
„Zu den Verhaltensweisen, die mit der Zunahme der Adipositas einhergehen, gehören ein gesteigerter Konsum gezuckerter Getränke und ein rückläufiger Verzehr von ganzen Früchten, Gemüse und anderen Ballaststoffen.“
(Dr. Robert Lustig: „Die bittere Wahrheit über Zucker“, riva Verlag, München, 2017, 2. Auflage, S. 29)
Fruktose benötigt für seine Verstoffwechselung kein Insulin. Sie wandert vom Dünndarm direkt in die Leber und wird dort verstoffwechselt. Fruktose kann schnell als Energiequelle genutzt werden. Doch, wenn zu viel davon in der Leber ankommt und immer wieder, kann sie die überschüssige Fruktose nur in Triglyceride (Fett) umwandeln und speichern. Doch die Kapazität dafür ist begrenzt. So kann es passieren, wenn jemand zwischenrein immer wieder gerne Softdrinks zu sich nimmt, jeden Tag Eis ist, nebenbei Schokoriegel nascht und Kekse knabbert, in den Kaffee ein paar Löffel Zucker benötigt, am liebsten jeden Tag Nudeln mit Ketchup isst, dass die Leber anfängt, ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen kann. Die Zellen beginnen, am produzierten Fett, den Triglyceriden zu ersticken und letztendlich zu entarten. Das Fett muss immer wieder irgendwo untergebracht werden und diese werden immer da abgelagert, wo sie für den Augenblick den geringsten Schaden anrichten können. Wichtig ist, dass erstmal das „Tagesgeschäft“ unbeschadet weiterlaufen kann, soweit es noch funktioniert.
Raffinierte Kohlenhydrate
„Es hat sich gezeigt, dass Leberfett ungeachtet des Körperfetts ein großer Risikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes ist.“
(Dr. Robert Lustig: „Die bittere Wahrheit über Zucker“, riva Verlag, München, 2017, 2. Auflage, S. 23)
Leider gehört nicht nur Saccarose, der übliche Haushaltszucker, der von den meisten Menschen täglich in zu hohen Mengen konsumiert wird, zu den raffinierten Kohlenhydraten. Diese Blutzuckerschwankungen wie schon beim raffinierten Zucker beschrieben, entstehen auch bei raffinierten Getreideprodukten. Das, was den hohen Blutzuckeranstieg vermeiden bzw. reduzieren würde, wurde entfernt, die Ballaststoffe.
Das weiße Mehl, mit einem hohen Ausmahlungsgrad, wie es beispielsweise für Nudeln, Pasta, Pizza, Hefeklöße, Kuchen, Kekse, Waffeln, Brötchen, Brot verwendet wird, gehört dazu. Auch der beliebte Reis und andere Getreideprodukte. Dem Getreide wurden die Randschichten, in denen sich Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe befinden, entfernt. Je höher der Ausmahlungsgrad, desto minderwertiger das Getreide. Was bleibt ist ein Produkt aus Stärke ohne Ballaststoffe und ohne Vitalstoffe, ein Nahrungsmittel, das die Zellen nicht nähren kann wie das auch bei der Saccharose der Fall ist. Es sind ebenfalls leere Kalorien! Die Zelle hat Arbeit damit, doch wird langfristig geschadet. Diese leeren Kalorien machen dick und krank!
Dazu kommt, dass extreme Blutzuckerschwankungen für den Organismus Stress bedeuten. Psychisch kann es zu Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Unwohlsein, Unruhe, Aggressivität und auch Ängsten kommen.
Unter Stress stehend werden Adrenalin und Cortison ausgeschüttet und die Kampfbereitschaft vorbereitet. Nur, da ist kein Löwe, der einen mit großen Augen anstarrt und bereit ist, uns im nächsten Moment zu fressen und wir uns zum Kampf oder zur Flucht wappnen müssen. Nein, da ist nur ein Mensch, dessen Stoffwechsel außer Rand und Band ist und der sich eventuell müde, kaputt und depressiv fühlt oder aufgewühlt wie ein verrücktes Huhn oder ein verrückter Hahn. Ja auch die seelische Gelassenheit kann mit falscher, nicht artgerechter Ernährung schnell verloren gehen. Wird der Körper chronisch überfordert, können chronischen und psychischen Krankheiten Tür und Tor geöffnet werden.
„Zucker, Zucker in erhöhter Konzentration verklebt die Oberfläche von Nervenzellen, wodurch das Immunsystem aktiviert und eine chronische Entzündung im Gehirn eingeleitet wird. Insbesondere raffinierter Zucker und Glucose-Fructose-Sirup, wie man sie in Fertignahrung und in süßen Getränken findet, inaktivieren nicht nur auf Dauer den Insulinrezeptor auf Fettzellen und führen damit zum Altersdiabetes, sondern auch den auf den Nervenzellen des Hippocampus. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren verstärkt diesen ungesunden Effekt. Zucker sabotiert auf diese Weise unser Lern- und Erinnerungsvermögen (auch schon bei Kindern).“
(Dr. med. Michael Nehls: „Alzheimer ist heilbar“, Heyne Verlag, München, 2015, 7. Auflage, S. 165)
Raffination bedeutet immer gleichzeitig Denaturation. Indem von einer Pflanze etwas verändert und entfernt wird, verändert sich auch ihre biochemische Struktur. Unser Organismus funktioniert jedoch am reibungslosesten mit Lebensmitteln, bei denen die biochemische Struktur noch der Natur entspricht. In diesem Zustand ist sie mit unserem Organismus, mit seiner Physiologie und seinen entsprechenden Lebensvorgängen am kompatibelsten.
Auch Stärkekleister ständig in unsere Verdauungsorgane zu stopfen, der auch noch am besten mit Fett schmeckt, was die Belastung nochmals erhöht und nicht nur die Verdauungskraft auf Dauer schwächt, ist definitiv falsch.
Weizen
„Schon Hitzeeinwirkungen über 43 Grad Celsius bringen die lebensspendenden Proteine (Eiweißgebilde) zum Gerinnen und töten dadurch deren Lebenskraft. Die Stärkekörperchen im Getreide und in den Wurzeln oder Wurzelknollen werden durch das Koch- oder Backverfahren gesprengt und dadurch in Kleister verwandelt. Der entstehende wasserlösliche Kleister verdirbt, als Brot- und Getreidespeise gegessen, die Verdauungsvorgänge und stört die Wandlung der Säfte in den feinsten Haargefäßen und Blutbahnen.“
(Walter Sommer: „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“, Walter Sommer Verlag, S. 15)
Weizen in raffinierter Form ist das am meisten vorkommende Getreide von unseren Getreideprodukten, die wir zu kaufen bekommen. Ich halte ihn für das gesundheitsschädlichste Getreide! An keinem anderen Getreide wurde so viel geforscht und manipuliert wie am Weizen. Chemikalien müssen eingesetzt werden, denn es ist ja ein schönes weißes Mehl gewünscht. Die Erträge wurden gesteigert und die Backeigenschaften verbessert, was durch die Erhöhung des Glutenanteils erreicht wurde. Gluten wird von der Industrie gerne eingesetzt, um bestimmte Ziele bei einem Produkt zu erzielen. Dafür wird aus dem Mehl das Klebereiweiß Gluten extrahiert durch Auswaschen. Eingesetzt wird es von der Industrie, um Nahrungsmittel zu stabilisieren und zu emulgieren.
„Das Weizen den Blutzucker stärker in die Höhe treibt als Haushaltszucker, haben Ernährungswissenschaftler schon vor 30 Jahren nachgewiesen… mit wenigen Ausnahmen gibt es also kaum ein Nahrungsmittel, das den GI so stark beeinflusst wie Weizenprodukte.“
(Dr.med. William Davis: Warum Weizen dick und krank macht, „WEIZENWAMPE“, Goldmann Verlag, S. 98)
Inzwischen ist es das Getreide, welches am meisten verzehrt wird. Es ist beliebt! Denken Sie an das Frühstück mit Brötchen, an das Mittagessen mit Nudeln oder Pizza, an den Nachmittag mit einem Stück Kucken oder Keksen, an das Abendessen mit Brot. So viel Getreide! So viel Mehl! So viel Stärke! So viel Gluten! Einfach zu viel!
Dazu kommt, dass raffinierte Kohlenhydrate Endorphine stimulieren. Und wer will nicht gerne viele schöne Gefühle haben. Der eine joggt dafür bis seine Füße wund sind und der andere sitzt und verleibt sich eine Pizza ein.
„Nachweislich ist Gluten an den Ursprung vieler Erkrankungen beteiligt. Vermutungen bezüglich der Zusammenhänge zwischen Gluten und neurologischen Erkrankungen haben sich bestätigt. So langsam beginnt man mit intensiver Forschung.“
(Dr. med. Axel Bolland: „Pro Gesundheit – Contra Gluten, ML Verlag, S. 46)
Der Gehalt an Gluten hat sich seit den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts vervielfacht. Die guten Backeigenschaften erkennt man daran, dass sich der Teig wie ein Gummiband ziehen lässt. So gut klebt er zusammen. Doch von hochwertigen Vitalstoffen fehlt jede Spur. Die werden während des Produktionsprozesses entfernt. So hat das Mehl mit dem geringsten Vitalstoffgehalt die längste Haltbarkeit. Da ist nichts mehr, dass verderben kann, doch leider auch nichts, dass die Stoffwechseltätigkeit unterstützt und den Organismus für den gesunden Erhalt und Aufbau dient.
Davis sagt in seinem Buch „Weizenwampe“, dass die Geschichte des Weizens eng mit der Geschichte des Diabetes verknüpft war, eine Verbindung, die automatisch entsteht.
Dr. Densmore, ein britischer Arzt schrieb bereits 1892, dass Getreidenahrung uns einen frühen Tod beschert. Es ist eine Ernährung, die den Organismus verkleistert und zu vielen Ablagerungen führt. Es ist eine Ernährung, die die Gelenke steif macht, das Lymphsystem verstopft, Kopfschmerzen und Erkältungen verursacht. Zu viel Stärkekleister! Zu wenig Ballaststoffe! Zu wenig Vitalstoffe!
„Die schlimmsten Störungen aber verursacht der verkochte und verbackene Getreideschleim in der Bildung der Gehirn- und Nervenmasse. Langsam aber sicher verhindert er die geistige Weiterentwicklung der Denkfähigkeit, die geistige Weiterentwicklung der Sinnestätigkeit wird gehemmt, der geistige Höhenflug zur Vollkommenheit der Vergeistigung des Empfindungslebens wird in das Gegenteil verkehrt und mit zunehmendem Alter wird der Mensch träge und denkfaul. Er wankt schließlich, von allen möglichen Krankheiten und Gebrechen geplagt, dem unvermeidlichen Grab vorzeitig entgegen, wenn seine Lebensgeister nicht schon vorher versagt haben. So sinkt der Mensch dann vorzeitig ins Grab, auf das er wieder zu Erde werde, davon er genommen wurde. Verlassen vom Geiste Gottes sieht der Mensch dem Tode entgegen, solange er nicht erkennt, wie schwer er sich gegen den Geist der Schöpfung in seiner Ernährung vergangen hat.“
(Walter Sommer: „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“, Walter Sommer Verlag, S. 358)
Der Verzehr von Weizen ist oft Ursache von Stoffwechselstörungen und Autoimmunerkrankungen. Gluten im Weizen verursacht beispielsweise Zöliakie, eine Entzündung des Dünndarms. Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmangel können die Folge sein, wovon der gesamte Organismus betroffen ist, weil er nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgt werden kann. Gluten befindet sich auch in Roggen und Gerste, jedoch nicht in dem Ausmaß wie im Weizen. Auch neurologische Probleme kann der Verzehr von glutenhaltigen Getreide bescheren.
„Weizenverzehr verursacht neben Zöliakie, jener zerstörerischen Darmkrankheit, die durch den Kontakt mit dem Weizenklebereiweiß Gluten ausgelöst wird, auch diverse neurologische Probleme und Erkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheit, Arthrose, Hautausschläge und sogar die lähmenden Sinnestäuschungen der Schizophrenie.“
(Dr. med. William Davis: Warum Weizen dick und krank macht, „WEIZENWAMPE“, Goldmann Verlag, S. 15)
Ja, was hat das jetzt alles mit Zucker zu tun, um das es in diesem Beitrag geht?
Wie anfangs gesagt, unser Organismus ist hauptsächlich auf Kohlenhydrate als Brennstoff für die Energiegewinnung bestimmt. Unsere Natur kann zwar auch Notzeiten überstehen, in denen er vielleicht keinen oder kaum Zugriff auf Kohlenhydrate hat. So kann er auch entsprechend Fettsäuren so zerlegen, sie in Ketone umwandeln, die die Energieversorgung sichern und auch das Gehirn gut versorgen. Doch es ist und bleibt eine Notnahrung und ist nicht dafür vorgesehen, dass sie langfristig und dauerhaft durchgeführt wird.
Bei bestimmten Krankheiten kann sie vorübergehend eine gute Lösung sein, bis die Stoffwechselprozesse sich wieder normalisiert haben und der Organismus gesund ist.
Es sind die Kohlenhydrate, die für den Menschen als Hauptnahrung bestimmt sind, ergänzt von den weiteren Makronährstoffen Fette und Eiweiße. Wir brauchen dabei keine vollständigen Fette und Eiweiße aufzunehmen, sondern Fettsäuren und Aminosäuren, Bausteine für körpereigene Fette und Eiweiße. Komplexe Fette und Eiweiße müssen für den Aufbau körpereigener Stoffe zuvor zerlegt werden.
Getreide gehört wie Zucker zu den Kohlenhydraten und wird während des Verdauungs- und Stoffwechselprozesses in immer kleinere Bestandteile zerlegt. Die langkettigen Kohlenhydrate werden zu Glukose abgebaut, zu dem Brennstoff, den die Zelle in den Mitochondrien zur Energiegewinnung benötigt.
Am Ende ist es immer die Glucose, die die Zelle zur Energiegewinnung braucht.
Komplexe Kohlenhydrate werden aufgrund des Gehalts an Ballaststoffen langsam zerlegt. Die Glukose kommt somit langsam und dosiert im Blut an. Dazu helfen die vitalen Begleitstoffe bei der Verstoffwechselung und dienen, enzymatische Prozesse zu unterstützen und das Körpergewebe zu nähren.
Wir sind in der Lage, verschiedene Kohlenhydrate aufzunehmen und zu verstoffwechseln:
- Einfachzucker – Fruktose (Fruchtzucker): Obst, Glukose (Traubenzucker): Galaktose (Milchzucker): Milch, Milchprodukte, Joghurt, manches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Honig, Süßigkeiten,
- Zweifachzucker - Saccharose (Glukose-Fruktose-Zucker): Haushaltszucker, Süßigkeiten,
- Mehrfachzucker – Stärke: Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse
Hormone, die unser Essverhalten beeinflussen?
„Sowohl bei Ratten als auch bei Menschen gilt: Wenn der Cortisolspiegel ansteigt, tut es das Insulin auch. Wenn Cortisol Sie zum Essen veranlasst, steigt Ihr Insulinspiegel an, um die aufgenommene Energie in Fettgewebe umzusetzen. Ist Cortisol also das Hormon der „Energieeinverleibung“ und Insulin das Hormon der Energieeinlagerung?“
(Dr. Robert Lustig: „Die bittere Wahrheit über Zucker“, riva Verlag, München, 2017, 2. Auflage, S. 99)
Leptin – Ghrelin
Leptin und Ghrelin sind zwei Hormone, die entscheidenden Einfluss auf unser Essverhalten haben. Leptin, das sogenannte „Sättigungshormon“ wird vorwiegend von den Fettzellen ausgeschüttet, wenn Sättigung erreicht ist, die Zellen also gut abgefüllt sind, Energie genügend vorhanden ist. Leptin fließt dafür mit dem Blut zum Hypothalamus und dieser setzt das Stoppsignal für weiteres Essen. Der Hypothalamus ist ein Teil im Gehirn und als Schaltzentrale hat er viele Funktionen bei der Stoffwechselregulierung. Ghrelin dagegen ist das sogenannte „Hungerhormon“. Schon der Duft frischer Erdbeeren, der Duft aus der Küche, der Duft von einem Bäckerladen mit frischen Kuchen kann den Körper dazu beflügeln, Ghrelin auszuschütten. Mancher fühlt sich auch beflügelt, wenn er an einem Hähnchenwagen vorbeikommt. Ghrelin wird vorwiegend in der Magenschleimhaut produziert, besonders, wenn er leer ist und die Fettzellen bereit sind, neue Energie aufzunehmen. Diese beiden Hormone, Leptin und Ghrelin müssen im Gleichgewicht sein, denn sie haben eine gemeinsame Aufgabe, die nur gemeinsam optimal erfüllt wird. Beide Hormone für Sättigung und Esslust steuern den Appetit. Im Gleichgewicht der beiden sollte das Körpergewicht auch gesund und normal sein. Extreme Blutzuckerschwankungen werden bei einer ausgewogenen und natürlichen Ernährung und gesunder Lebensweise vermieden.
Doch auch Insulin hat Einfluss auf den Leptin- und Ghrelinspiegel. Es transportiert die Glukose in die Zellen und unterstützt so den Fettaufbau. Damit hat auch Insulin Einfluss auf die Leptinproduktion. Nicht nur für den Moment, sondern auch für später werden Energie-Depots angelegt, wo in Hungerzeiten darauf zugegriffen werden kann. Je mehr Fettzellen vorhanden sind, desto größer auch der Leptinvorrat.
Dann sind da noch Adrenalin und Cortisol, die ebenfalls Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben.
Was passiert denn, wenn wir im Stress sind? Und Stress kennt jeder zur Genüge von uns. Es werden Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Wir wissen, dass Energie bereit gestellt werden muss für „Kampf“ oder „Flucht“ und Glukose aus den Speichervorräten mobil gemacht wird und ins Blut abgegeben. Adrenalin und Cortisol hemmen jetzt die Insulinausschüttung. Die Energie soll ja sofort zur Verfügung stehen für einen eventuellen Kampf oder einer Flucht und es soll nichts als Energiereserve angelegt werden. Dafür ist eine gute Sauerstoffversorung nötig und die Muskeln brauchen viel Kraft für den Kampf. Der Blutdruck wird also ansteigen, der Herzschlag sich beschleunigen, das Immunsystem verliert an Aktivität. Nicht lebensnotwendige Prozesse werden eingestellt, damit sämtliche Energie für die Gefahrensituation bereitsteht. Doch in unserer modernen Welt ist das nicht mehr wie bei unseren Steinzeitvorfahren. Da ist keine echte Gefahr, die körperliche Aktivität erfordert. Es spielt sich alles nur in unserem Kopf und in unserer Biochemie ab, jedoch mit den gleichen Auswirkungen wie bei unseren Vorfahren, als die Gefahr noch echt war. Plötzlich musste Kilometerweit gerannt werden oder es musste gekämpft werden. Es ging um Leben und Tod! Doch was tut der moderne Mensch am liebsten in dem Fall? Er lässt sich womöglich nur in den Sessel oder auf die Couch fallen und schaltet den Fernseher ein. Vorher holt er sich noch eine Tüte Chips oder Schokolade und was zu Trinken muss auch her. Vielleicht ein Softdrink mit viel Zucker und Koffein oder etwas Alkohol, um den Stress nicht mehr zu spüren.
Bevor die Erschöpfung eintritt, fühlen wir uns mit einer im Körper kursierenden Dosis Adrenalin vielleicht lebendiger als sonst, aber es hat nichts mit natürlicher Lebendigkeit zu tun, die einem harmonisch funktionierenden Organismus und einer zufriedenen Seele entspringt.
„Cortisol hemmt beispielsweise auch die Energieversorgung des Hippocampus, indem es die vom Insulin abhängigen Zuckerschleusen blockiert, so dass seine Nervenzellen bei unserer heutigen, stark zuckerlastigen Ernährungsweise paradoxerweise Gefahr laufen, schlichtweg zu verhungern. Es kommt zu einer Insulinresistenz der Nervenzellen.“
(Dr. med. Michael Nehls: „Alzheimer ist heilbar“, Heyne Verlag, München, 2015, 7. Auflage, S. 66)
Nehmen Zustände, bei denen ständig Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet werden müssen, einen chronischen Verlauf, weil ständig irgendwelche Ängste lauern – vom Chef kritisiert zu werden, den Arbeitsplatz, die existenzielle Sicherheit oder den Partner zu verlieren, nicht genug in einer Gesellschaft zu sein, in der man nur etwas gilt, wenn man den gesellschaftlichen Normen entspricht, Streit mit den Nachbarn, von denen ständig das Laub in den eigenen Garten weht. Gründe gibt es genug von dem, was einen auf die Nerven gehen kann und Stress auslöst. Die Einflüsse auf die Biochemie, auf den Blutzuckerspiegel, auf den Stoffwechsel sind enorm.
Stress, der nicht durch Bewegung abgebaut wird, kann ernsthafte Folgen haben. Es kann zu Esslust führen, um aufkommende Emotionen wegzudrücken. Da wird nach dem Schreck und dem Ärger über die Verletzung mit Worten durch den Partner vielleicht schnell nach einem Schokoriegel gegriffen oder das Stück Sahnetorte muss her, um sich zu beruhigen. Da muss natürlich auch schnell wieder Insulin her. Wenn er nicht verbrannt werden kann, muss er ab in die Fettzellen wandern.
Extreme und chronische Blutzuckerschwankungen, können sehr schnell zu Insulinresistenz führen. Der Körper versucht ja letztendlich den Zucker im Blut wieder auf ein normales Maß zu bringen. Der Organismus versucht immer sein Bestes für uns, für unser Wohlbefinden! Dafür entscheidet er sich immer für die Erledigung der dringendsten Aufgaben, damit unser Leben nicht in Gefahr kommt.
Irgendwann verkraften die Zellen die Glukoseflut nicht mehr, die Insulin ständig in die Zellen bringen will. Sie werden resistent. Natürlich wird man nicht unbedingt resistent. Manche Organismen verkraften mehr als andere. Doch der Leibesumfang kann schneller wachsen als einem lieb ist. Die Energie wird nicht verbrannt, also muss sie in Fett umgewandelt werden.
„Wir produzieren alle mehr Insulin als wir sollten. Heutzutage schütten die Jugendlichen doppelt so viel Insulin aus wie Heranwachsende im Jahr 1975. Ein hoher Insulinspiegel ist möglicherweise für 75 bis 80 Prozent aller Adipositasfälle verantwortlich.“
(Dr. Robert Lustig: „Die bittere Wahrheit über Zucker“, riva Verlag, München, 2017, 2. Auflage, S. 112)
Ist das ein Wunder? Nein! Der Anteil an raffinierten Kohlenhydraten, die täglich aufgenommen werden, fordern die Bauchspeicheldrüse mehr heraus, als sie tatsächlich verkraften kann. Softdrinks, Pizza, Pommes, Nudeln und Snacks sind ja besonders unter Jugendlichen beliebt.
Für die Leber, dem größten Stoffwechselorgan wird die Flut, die sie da verarbeiten muss zu so einem Problem, dass auch sie zu verfetten beginnt. Aus einem Teil der Glukose produziert sie Glykogen, die je nach Bedarf durch Umwandlung wieder als Glukose zur Verfügung stehen kann. Doch der Überschuss wird in Fett umgewandelt. Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Nahrung langsam aufgespalten wird und das Blut nicht mit Zucker überschwemmt wird. Doch diese fehlen bei den oben genannten Drinks und Nahrungsmitteln aus der Industrie.
Bei der Fruktoseschwemme aus beispielsweise Softdrinks und Limo trägt die Leber die Hauptlast. Fruktose wird ohne Insulin verstoffwechselt und dies geschieht in der Leber. Eine Zeit lang dachte man, Fruktose sei bei Diabetes kein Problem, weil sie insulinunabhängig verstoffwechselt wird und man legte richtig zu, Fruktose-Glukose-Sirupe massiv Softdrinks und Nahrungsmitteln beizufügen.
Fruktose wird auch nicht als Glykogen, als Energiereserve gespeichert. Ein Übermaß wird somit in Triglyceride umgebaut und trägt schnell zur Leberverfettung bei. Das heißt dann nichtalkoholische Fettleber.
Das Limit des von High-Fruktose-Sirup und auch anderer Zuckerarten mit hohen Fruktoseanteil wird schneller überschritten als man satt und befriedigt ist, wenn es die falschen Kohlenhydrate sind, die verzehrt werden.
Eine Fettleber mit verstopften Rezeptoren kann dann auch kein Insulin mehr aufnehmen. Sie wird resistent.
Leider haben immer mehr Menschen Angst vor Obst. Sie wissen inzwischen, dass Fruktose verheerende Auswirkungen haben kann und denken nun, dass es das Beste ist, Obst zu meiden.
Doch was Sinn macht, ist auf all die Fruktose zu achten und die zu meiden, welche mit raffinierten Kohlenhydraten aufgenommen wird. Trinken Sie statt Soft-Drinks Wasser, selbstzubereitete Saftschorlen und Kräutertees.
Um noch einmal auf den Stress zurückzukommen. Chronischer Stress kann ebenfalls Leptinresistenz fördern. Es ist genügend Leptin in den Fettzellen vorhanden, doch der Hypothalamus empfängt die Signale nicht mehr. Er denkt, die Zellen hungern nach Energie und lässt den Ghrelinspiegel ansteigen, damit gegessen wird. Es wird weiter Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet. Insulin ist ja bestrebt, dass Glukose in die Zellen kommt und die Energiespeicher gefüllt werden. So fließt Insulin und immer mehr Insulin ins Blut und versucht Glukose in die Zellen zu schleusen für den Fettaufbau. Der Nebeneffekt ist, dass die Taille immer mehr verschwindet und das Bauchfett wächst. Viel Insulin im Blut bedeutet immer, dass der Hypothalamus kein Leptinsignal erhält und keins aussenden kann. Ein Teufelskreis!
Bei der Dauerbeschallung mit Leptin aus den Fettzellen, reagieren die Rezeptoren einfach nicht mehr. Der Stoffwechsel entgleist immer mehr.
Die meisten Krankheiten, die wir heute haben, die unser Krankenversicherungssystem überstrapazieren und den Geldbeutel jedes Einzelnen beruhen auf gestörte Stoffwechselfunktionen. Es sind vorwiegend Störungen, die angefuttert sind und die aus unseren Umweltverhältnissen herrühren. Unser Verhalten ist ja aufs Engste mit den Bedingungen, die wir in unserer unmittelbaren Umwelt vorfinden verknüpft.
Adipositas
Bei fettleibigen Menschen liegt oft eine Leptinresistenz vor. Das Sättigungssignal kommt nicht im Hypothalamus an. Es ist natürlich paradox. Einerseits liegt bei Fettleibigen ein Überschuss an Leptin vor, das ständig meldet, dass genug Energie vorhanden ist, doch es kommt im Gehirn nicht an. Unnatürliche Nahrung mit seinen Folgen setzt den Mechanismus außer Kraft. Im Endeffekt sind es bei Krankheiten immer Stoffwechselprozesse, die irgendwo aus den Fugen geraten sind, der Grund dafür, dass sie entstehen.
Warum ist ketogene Ernährung dauerhaft ungünstig
„Als der große Naturforscher Cuvier die Architektur des menschlichen Körpers auf ihre Nahrungsbestimmtheit prüfte, kam er zu dem Schluss: der Mensch ist ein Frugivore, ein Früchteesser. Zu dem gleichen Schluss kam auch Dr. Richard Lehne, als er in einer gewissenhaften Forschung die Gebissformationen aller Säugetierarten und des Menschen miteinander verglich, so dass er sagte: „...dass das menschliche Gebiss in seiner idealen Form einen rein frugivoren Charakter hat.“
(Dr. Max Bircher Benner: „Fragen des Lebens und der Gesundheit“, Schwab Verlag, Pos. 380)
Ketogene Ernährung ist eine Ernährung, die für Notzeiten gedacht ist. Es ist eine Möglichkeit zu überleben, wenn für die Ernährung keine Kohlenhydrate zur Verfügung stehen. Dabei kann der Organismus Fettsäuren als Energiequelle nutzen.
Sich ketogen zu ernähren bedeutet, auf wertvolle Pflanzenstoffe und Ballaststoffe zu verzichten, wie sie uns Obst und Gemüse liefern. Mangelerscheinungen an Mikronährstoffen und Stoffwechselstörungen können bei langfristiger Praktizierung die Folge sein. Es muss auf Lebensmittel verzichtet werden, an die wir optimal angepasst sind. Dagegen wird vorwiegend auf Nahrungsmittel gesetzt, an die wir nicht optimal angepasst sind. Es werden Nahrungsmittel verzehrt, die die Übersäuerung des Gewebes fördern.
Die Nieren können schnell überlastet werden, wenn statt Kohlenhydraten vorwiegend Fette und Eiweiß aufgenommen werden. Es handelt sich also um eine sehr fettlastige Ernährung.
In die Ketose zu kommen ist sinnvoll während des Fastens und der Körper sich dabei von überschüssigem Fett und im Körper angereicherten Toxinen befreien kann. Das kann während längeren Fastenzeiten geschehen oder auch während des Intervallfastens bei der eine kurzzeitige Ketose eintritt.
Besonders für unsere Vorfahren war es sehr gut, dass der Körper Ketone zur Energiegewinnung nutzen kann, da nicht ganzjährig genügend kohlenhydratreiche Nahrung an Früchten und essbaren Wurzeln zur Verfügung stand. Im Zustand der Ketose können die lebenserhaltenden Vorgänge weiter gesichert werden.
Ketogene Ernährung kann in manchen Fällen vorübergehend auch hilfreich sein, wenn bestimmte Störungen vorliegen, die beispielsweise aufgrund eines Überschusses von raffinierten Kohlenhydraten entstanden sind. Im Zustand der Ketose kann sich der Körper also durchaus auch regenerieren.
Sie sollte trotz allem nicht dauerhaft praktiziert werden. Um Körpergewicht zu verlieren und es dann dauerhaft zu halten, sollte eine Ernährungsumstellung praktiziert werden, die uns bestens mit allem versorgt, was der Körper braucht und womit er am besten umgehen kann und keine großen „Mülldeponien“, die zur Belastung werden oder eine Gewebeüberlastung und Zerstörung entstehen lässt.
„Wissenschaftler haben vor kurzem heraus herausgefunden, dass Krebszellen sehr wohl ihre “Ernährung“ auf Ketone umstellen können, genau wie die normalen Körperzellen. So können einige Tumore nicht nur Zucker zur Energiegewinnung nutzen, sondern auch aus Fetten gewonnene Stoffe.“
Marlene Heckl: „Ketogene Diät und Krebs: Das falsche Fastenversprechen“, 2018
https://scilogs.spektrum.de/marlenes-medizinkiste/ketogene-diaet-und-krebs-das-falsche-fastenversprechen/)
Da die ketogene Ernährung inzwischen oft als Krebstherapie angepriesen wird, da Krebszellen ja Zucker lieben und kein Fett, wodurch sich der Krebs aushungern soll, sollte man sich fragen, ob ein Organismus bei nichtartgerechter Ernährung langfristig gesunden kann. Die Ärztin Dr. med. Marlene Heckl schrieb beispielsweise in einem Artikel (Juni 2018), dass einige Forscher inzwischen herausfanden, dass Ketonkörper in manchen Tumoren das Wachstum und die Metastasierung sogar beschleunigen. Krebszellen scheinen also äußerst anpassungsfähig und aggressiv zu sein, um zu überleben.
Die Schöpfung hat die Ketose nicht als Dauerzustand gedacht und der Mensch muss sich den Naturgesetzen fügen, wenn er die Gesundheit für sich und den Planeten fördern und erhalten will.
Wie kommen wir an gesunden Zucker?
„Alle ernsthaften und unvoreingenommenen Forscher erklären, daß der Mensch nach der Architektur seines Gebisses und dem Bau seiner Verdauungsorgane ein Früchteesser ist. Diese sichere und unwiderlegliche, wissenschaftliche Einordnung des Menschen wird nur abgeleugnet, nicht etwas widerlegt, von den Anhängern und Verehrern der Fleischkost, die allerdings in der zivilisierten Menschheit die Majorität bilden. Das „Allzumenschliche“ geht eben mit Wissenschaft und Wahrheit um, wie es ihm beliebt.“
(Dr. Max Bircher Benner: „Vom Werden neuen Arztes“, Wilhelm Heyne Verlag in Dresden 1938, S. 68)
Gesunde ganzheitliche Lebensmittel schenken uns neben Makronährstoffen auch die Mikronährstoffe Vitamine, Mineralien und Vitalstoffe, die auch der optimalen Verstoffwechselung von dem enthaltenen Zucker dienen. Sie stärken und nähren den Organismus. Nahrungsmittel mit raffinierten Kohlenhydraten berauben den Körper ihrer Depots an diesen Stoffen, um verstoffwechselt werden zu können. So schwächen sie langfristig den Organismus und bereiten den Weg in die Krankheit.
Gesunden Zucker nehmen wir also über Lebensmittel auf, die uns die Natur schenkt. Es sind Lebensmittel, deren wertvolle Nährstoffe wir nicht aus dem organischen Verbund reißen und deren Zusammensetzung wir nicht zerstören und verändern. Sie werden unserem Stoffwechsel gerecht.
Jedes Lebewesen ist für eine bestimmte Art von Nahrung gedacht. Das lässt sich erkennen an der Physiologie des Organismus.
Für uns Menschen dienen Früchte als Hauptnahrungsmittel und über diese erhalten wir gesunden Zucker im Verbund mit Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, Antioxidantien und den wertvollen Enzymen. Enzyme helfen Stoffe abzubauen und Stoffe aufzubauen. Natürliche Lebensmittel sind lebendig und Leben schenkt Leben.
„Machen Sie es nicht zu kompliziert.
Alles, was Ihr Körper braucht – einschließlich Fette – finden Sie in Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.
Alles, was nicht in diesen Nahrungsmitteln enthalten ist, benötigt Ihr Körper auch nicht!
Die Wissenschaft hat den Bezug zur Einfachheit unserer Gesundheit verloren.“
(Robert Morse: „Das Detox Wunder“, Unimedica Verlag, S. 107)
Quellen:
Bolland, Dr. med. Axel: „Pro Gesundheit – Contra Gluten, ML Verlag
Davis, Dr. med. William: Warum Weizen dick und krank macht, „WEIZENWAMPE“, Goldmann Verlag
Lustig, Dr. Robert: „Die bittere Wahrheit über Zucker“, riva Verlag, München, 2017, 2. Auflage
Nehls, Dr. med. Michael: „Alzheimer ist heilbar“, Heyne Verlag, München, 2015, 7. Auflage
William, Antony: Medical Food“, Arkana-Verlag, München, 7. Auflage, 2017
Opitz, Christian: „Ernährung für Mensch und Erde“, Hans-Nietsch-Verlag, Waldfeucht, 1995
Rotkranz, Marcus: „Heile dich selbst“, Hans-Nietsch-Verlag
Sommer, Walter: „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“, Walter Sommer Verlag,
https://cdn.shopify.com/s/files/1/0788/5720/8140/files/Alpahirt_-_Zucker_Aushang.pdf?v=1719116746
https://www.foodwatch.org/de/informieren/essen-gesundheit/zucker-fett-co/isoglukose-was-verbraucher-wissen-muessen
https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/stoffwechsel/leptin-und-ghrelin-so-steuern-sie-unseren-appetit/
https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/was-sind-die-risiken-der-keto-diaet
https://www.fitbook.de/gesundheit/ketogene-ernaehrung-erkrankungen
https://scilogs.spektrum.de/marlenes-medizinkiste/tag/ketogenes-fasten/